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UrmO

 

 
 
 
 

Elektroautos schön und gut, aber damit lässt sich das Problem verstopfter Straßen auch nicht lösen. Also entwickelten Felix Ballendat, Jakob Karbaumer und Sebastian Signer von der Hochschule München und dem Management Center Innsbruck den UrmO, ein elektrisches Kleinstfahrzeug nach dem Prinzip des Segway. Die Besonderheit: mit nur einem Handgriff verwandelt sich der UrmO blitzschnell vom Fahrzeug zum Aktenkofferformat und ist damit der ideale Begleiter – nicht nur für Fahrradmuffel. HOCHSPRUNG hat sich mal erkundigt, wie das Trio seinen bisherigen Weg gemeistert hat und was als nächstes ansteht...

1. Stellt euch bitte kurz vor: Was genau macht euer Start-up und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Wir entwickeln und bauen den UrmO, ein selbstbalancierendes, elektrisches Kleinstfahrzeug (Personal Light Electric Vehicle – PLEV) nach dem Prinzip des Segway. Er ist leicht, klappbar und elektrisch angetrieben und ist dadurch perfekt als Begleiter in der Stadt zur Überwindung der sogenannten „letzten Meile" sowie von Kurzstrecken geeignet. Die große Innovation sind das leichte Gewicht und der Klappmechanismus, die den UrmO konkurrenzlos alltagstauglich machen. Mit nur einem Handgriff und in nur zwei Sekunden verwandelt sich der UrmO vom vollwertigen Fahrzeug in ein aktenkoffergroßes Format. Wir haben das gesamte Fahrzeug, inkl. dem zum Patent eingereichten Klappmechanismus, selbst entwickelt.

2. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Wir sind leidenschaftliche Anhänger von Elektromobilität.  Felix hat schon sein eigenes Auto, einen BMW Z3, in der eigenen Werkstatt von Benzinmotor auf Elektroantrieb umgebaut. Als er mit diesem BMW, der eine Straßenzulassung hat, durch München gefahren ist, fiel ihm auf, dass Elektroautos das Problem der Verstopfung auf den Straßen nicht lösen können. Und so kamen wir auf die Idee, ein sehr kleines und alltagstaugliches Elektrokleinstfahrzeug als Ergänzung in der Stadt zu entwickeln.

3. Welche Rolle spielte die Hochschullandschaft für eure Gründungsinitiative? Wovon habt Ihr besonders profitiert (Angebote, Veranstaltungen, Wettbewerbe usw.)?

Seit März 2016 werden wir durch das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) an der Hochschule München gefördert und bekommen hier u.a. ein Büro und Werkstätten zur Verfügung gestellt. Außerdem haben wir zwei Professoren als Mentoren an unserer Seite, einen technischen und einen wirtschaftlichen Berater, mit denen wir uns im zwei-wöchigen Turnus austauschen dürfen. So konnten wir in den letzten zwei Jahren bereits verschiedene, funktionsfähige Prototypen in Handarbeit aufbauen. Der Designprototyp wurde im Februar 2018 vorgestellt und damit das finale Design fixiert. Der erste funktionsfähige Prototyp wurde vor kurzem, im August 2018 fertiggestellt.

4. Was waren die bislang größten Herausforderungen für euch?

Die größte Herausforderung ist der bevorstehende Markteintritt mit einer Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter. Um den UrmO ab 2019 in Serie produzieren zu können, benötigen wir Kunden, die den UrmO in unserer Kampagne im Oktober 2018 vorbestellen möchten. Der Aufbau und die Ansprache der richtigen Zielgruppe und die Erstellung der dazu passenden Marketingstrategie ist ein steiniger Weg.

5. Welche Empfehlung oder welchen Tipp möchtet ihr anderen Gründern und Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Machen. Der wichtigste Schritt ein Unternehmen zu gründen ist das Anfangen. Viele zögern, weil sie nicht sicher sind, ob die Idee die richtige ist oder weil sie Angst haben zu „scheitern“. Auf der einen Seite muss man natürlich die einzelnen Teile einer Idee intensiv hinterfragen und Chancen und Risiken genau abwägen. Nur so hat man die Chance sich dauerhaft zu etablieren. Aber Gründer sollten sich nicht durch die Angst vor dem “Scheitern” abbringen lassen.

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