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Wie kann die Wasserversorgung weltweit in ländlichen Regionen gewährleistet werden? Hier setzt das StartUp aquaba mit einer solaren Trinkwasseraufbereitungsanlage an. Ihr Wissen bieten Christoph Dobler, Niclas Dehmel und Raphael Wagensonner Hilfsorganisationen an, die dann das StartUp buchen können. In dreimonatigen Schulungen bildet das StartUp weltweit Handwerker/innen im Aufbau dezentraler solarer Wasserversorgung in ländlichen Regionen aus. 
In Kenia führt aquaba aktuell sein erstes Projekt für die Hilfsorganisation Servir e.V. durch. Im Oktober diesen Jahres hat das Team den dritten Platz im HOCHSPRUNG-Award Platz belegt. Wir sind gespannt, wie es weitergeht!

1. Stellt euch bitte kurz vor: Was genau macht euer Start-up und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Wir sind Umweltingenieure, die eine solare Trinkwasseraufbereitungsanlage entwickelt haben. Dieses Wissen bieten wir Hilfsorganisationen an, die uns buchen können. Dann schulen wir weltweit Handwerkerinnen und Handwerker im Aufbau dezentraler solarer Wasserversorgung in ländlichen Regionen. Eine Schulung dauert etwa drei Monate. In Makuyu, Kenia, führen wir aktuell für die Hilfsorganisation Servir e.V. unsere erste Ausbildung durch.

2. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

2013 haben wir an dem TUM „Mehrwasser Wettbewerb“ teilgenommen. Die Aufgabenstellung dieses Wettbewerbs ist, eine solare Meerwasserentsalzungsanlage zu bauen. Von Anfang an wurden wir von unserem Thermodynamikprofessor, Herrn Prof. Dr.- Ing. Robert Mnich begleitet. Mit viel Unterstützung der Hochschule konnten wir während des Studiums zahlreiche Studien- und Abschlussarbeiten über diese Technologie  verfassen. Mit Abschluss unseres Studiums im April 2017 haben wir uns zur Gründung von aquaba entschlossen.

3. Welche Rolle spielte die Hochschullandschaft für eure Gründungsinitiative? Wovon habt ihr besonders profitiert (Angebote, Veranstaltungen, Wettbewerbe usw.)?

Wir wurden sehr umfangreich gefördert: der TUM Mehrwasser Wettbewerb 2013, Projektleiter und Mentor Herr Prof. Dr.-Ing. Robert Mnich, Labore, Büro, Werkstatt der Fakultäten Umwelttechnik und Maschinenbau, 12 Projektarbeiten, 4 Abschlussarbeiten, Unternehmensgründungsseminar an der Hochschule durch die Hans-Lindner-Stiftung. Seit Mai 2018 erhalten wir das EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Den Antrag haben wir zusammen mit Herrn Prof. Thomas Geiß, dem Leiter des Gründerzentrums an der Hochschule Deggendorf, und der Hochschulverwaltung gestellt. Herr Prof. Thomas Geiß ist Leiter des Gründungszentrums an der Hochschule Deggendorf. Zum Gründerzentrum gehört auch der THD Startup Campus, der uns aktuell unterstützt.

4. Was waren die bislang größten Herausforderungen für euch?

Die größte Herausforderung war die Entwicklung der Anlage, der Aufbau eines Netzwerks und die Finanzierung.
Mir gefällt am Gründen, dass sich das Projekt ständig weiterentwickelt. Angefangen beim Produkt und dem Geschäftsmodell bis hin zu den Örtlichkeiten. Ich bin jetzt seit sieben Jahren an der Hochschule.  Im Mai 2019 werden wir mit Abschluss des EXIST-Stipendiums die Räumlichkeiten der Hochschule verlassen. Wir haben nun ein halbes Jahr Zeit, um ausreichend Aufträge zu generieren, damit wir dann außerhalb der Hochschule unser Projekt zu einer Firma ausbauen können. Das wird die nächste große Herausforderung.

5. Welche Empfehlung oder welchen Tipp möchtet ihr anderen Gründern und Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Wir empfehlen euch, zum Gründen keine Schulden zu machen. Wenn man sich Geld leihen muss, dann nur so viel wie man auch mit ein paar Monatsgehältern zurückbezahlen kann. Wir sind Fans von Gründungen mit geringen Kapitalkosten.

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