Nachgefragt bei...

 

 

 Bildergebnis für knistergrill logo

 KNISTER

 

 

 

 

Grillen in der Stadt verursacht zumeist einen hohen Transportaufwand und eine Menge Müll. Das wollte die 23-jährige Gründerin des Startups Knister ändern und entwarf den Knister Grill. Der nachhaltige und lokal produzierte Holzkohlegrill kann mit jedem Fahrrad an der Lenkstange transportiert oder einfach in der Hand getragen werden. Essen und Grillkohle lassen sich leicht im Inneren des Grills verstauen, am Grillort angekommen, ist der Knister Grill auf die doppelte Größe erweiterbar. Damit ist Knister der ideale Begleiter für ein entspanntes Grillerlebnis in der Stadt, eine coole Fahrrad- oder Campingtour. Doch der Weg von der Idee zum fertigen Produkt im Onlineshop ist nie einfach. Gerade wenn man sich als alleinige, weibliche Gründerin in der vermeintlichen Männerdomäne „Grillen“ etablieren möchte. Welche Herausforderungen Carolin gemeistert habt lest ihr hier!

 

1. Stell euch bitte kurz vor: Was genau macht dein Start-up und was ist das Besondere an deiner Geschäftsidee?

Grillen in der Stadt verursacht zumeist einen hohen Transportaufwand und eine Menge Müll. Mit meinem Start-up Knister möchte ich das ändern. Unser Produkt, der Knister Grill, ist ein nachhaltiger, hochwertiger und lokal produzierter Holzkohlegrill, den man mit jedem Fahrrad transportieren kann. Grillmeister können ihn durch einfache Handgriffe an die Lenkstange  montieren oder einfach angenehm in der Hand tragen. Essen und Grillkohle lassen sich leicht im Inneren des Grills verstauen. Am Grillort angekommen, ist der Knister Grill auf die doppelte Größe erweiterbar (für 3-8 Personen). Dadurch bleibt auch bei einer größeren Grillgruppe die Freude am Grillen erhalten.

2. Wie bist du auf die Idee gekommen?

Ich bin Münchnerin und wurde mit dem Grillproblem an der Isar groß. Schon vor vielen Jahren kam mir die Idee, endlich alle Probleme rund ums Grillen in der Stadt anzupacken und einen transportfähigen Grill für die Stadt zu entwickeln. 2015 baute ich während ihres Industriedesign-Studiums in München den ersten Prototypen, legte das Projekt aber wieder beiseite. Während eines Auslandssemesters in Dänemark entwickelte ich Ende 2017 den Grill weiter und konnte beim Wettbewerb „Startup Weekend“ die Jury so begeistern, dass das unser altes Team den ersten Preis gewann. Seitdem gibt es Knister Grill. Mit der Hilfe von Freunden und viel Durchhaltevermögen habe ich mit der Idee alleine den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, um den KNISTER GRILL in die Produktion zu bringen. Im Mai 2018 finanzierte sich Knister auf Kickstarter. Mit der Hilfe von Freunden und viel Durchhaltevermögen habe ich mit der Idee alleine den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, um den KNISTER GRILL in die Produktion zu bringen. Im Mai 2018 finanzierte sich Knister auf Kickstarter. Der Knister Grill war übrigens auch meine Bachelorarbeit. Heute gibt es bereits die zweite Serie der Knister Grills, drei Modelle und drei innovative Zubehörartikel. Das Produktportfolio und das aktuelle Team bestehend aus fünf Mitarbeitern und ist am Wachsen. Die Knister Produkte sind aktuell im Einzelhandel in Deutschland und der EU und im eigenen Onlineshop zu erhalten.

3. Welche Rolle spielte die Hochschullandschaft für deine Gründungsinitiative? Wovon hast du besonders profitiert (Angebote, Veranstaltungen, Wettbewerbe usw.)?

Die Idee entstand während eines Projektes im Studium. Durch die gute Ausstattung konnte ich schon früh anfangen, Prototypen zu bauen und zu testen. Das beschleunigte die Entwicklung enorm. Außerdem wäre ich auch niemals überhaupt auf die Möglichkeit zu gründen aufmerksam geworden, hätte ich nicht zufällig von einem Entrepreneurship-Programm gehört. Inkubator-Programme der Hochschulen sind auch super und eröffnen einem viele Türen. Dennoch muss ich sagen, es ist erschreckend wie wenig das Thema „Gründen“ überhaupt an deutschen Hochschulen und im ganzen Schulsystem behandelt wird. Das wird der Deutschen Wirtschaft langfristig enorm schaden und das bereitet mir wirklich Sorgen.

4. Was waren die bislang größten Herausforderungen für dich?

Die größte Herausforderung ist die enormen Hochs und Tiefs durchzuhalten, und da ich alleine gegründet habe, ist das noch viel schwieriger. An einem Tag machst du den riesen Deal und sprühst nur so vor Euphorie, einen Tag läuft die ganze Produktion schief und man kann seine Kunden nicht beliefern. Ein Unternehmen zu Gründen ist eine unfassbar anstrengende aber auch erfüllende Aufgabe. Die Herausforderung besteht darin, alles was dazugehört ein Unternehmen aufzubauen, gleichzeitig und gut zu tun. Man macht alles simultan und egal wie alt und erfahren man ist, man muss trotzdem alles erst lernen. Abgesehen davon ist es kein Kinderspiel als alleinige, weibliche Gründerin sich in der Männerdomäne „Grillen“ zu etablieren.

5. Welche Empfehlung oder welchen Tipp möchtest du anderen Gründern und Gründungsinteressierten mit auf den Weg geben?

Legt los und ihr könnt wirklich nichts verlieren! Das schlimmste was passieren kann, ist dass man sich wieder einen Job suchen muss…
Testet eure Geschäftsidee sofort auf dem Markt und redet mit so vielen Menschen wie möglich drüber! Sonst kann‘s passieren, dass ihr euere Geschäftsmodelle komplett am Markt und Kunden vorbei entwickelt. Versucht von Minute Eins Umsätze von Pilotkunden zu generieren. Das ist eine tolle Bestätigung aber auch enorme Motivation!
Stellt euch ein Team zusammen. Welche Skills die jeweiligen Personen haben ist eher zweitranging. Das wichtigste ist die gemeinsame Motivation!
Wenn irgendwas nicht hinhaut denken: „Wenn‘s einfach wäre, würd‘s jeder machen“.

Hier geht´s zur Website!